Wer sich mit Naturkosmetik beschäftigt, stößt bei uns immer wieder auf einen Begriff, der auf den ersten Blick sperrig klingt: Exopolysaccharide, kurz EPS. Dabei steckt dahinter einer der spannendsten Bestandteile unserer bioaktiven Spirulina-Alge – und einer, über den wir bisher noch zu wenig erzählt haben.
Was sind Exopolysaccharide überhaupt?
Spirulina platensis ist eine mehrzellige, fadenförmige Blaualge (Cyanobakterium), die – wie viele Mikroalgen – nach außen eine Art natürlichen Schutzfilm abgibt. Diese Verbindungen werden als Exopolysaccharide bezeichnet: komplexe Zucker-/Kohlenhydratstrukturen, die die Alge selbst produziert, um sich in ihrer wässrigen Umgebung zu schützen und zu stabilisieren.
Wichtig zu verstehen: EPS ist kein zugesetzter Fremdstoff, sondern ein natürlicher Bestandteil der Alge selbst – und genau deshalb ist er auch in unserer Pflege enthalten, wenn wir die vollständige, frische Spirulina verarbeiten, statt nur Extrakte oder Einzelstoffe herauszulösen.
Warum EPS in der Wissenschaft Aufmerksamkeit bekommt
In den letzten Jahren ist die Erforschung von Exopolysacchariden aus Mikroalgen deutlich gewachsen. Verschiedene Studien beleuchten dabei unterschiedliche Eigenschaften des Wirkstoffs.
Antioxidative Eigenschaften
Wissenschaftliche Untersuchungen haben sich unter anderem mit den antioxidativen Eigenschaften von Spirulina-EPS beschäftigt – also der Fähigkeit, freie Radikale abzufangen. In Laboruntersuchungen zeigte sich dabei eine Zunahme dieser antioxidativen Aktivität mit steigender EPS-Konzentration.
Entzündungsregulierende Grundlagenforschung
Auch bei verwandten Cyanobakterien-Arten wurde die entzündungsregulierende Rolle von Exopolysacchariden in Grundlagenforschung mit Tiermodellen untersucht. Solche Studien sind ein wichtiger Baustein, um zu verstehen, warum Spirulina in der Naturheilkunde und Kosmetikforschung seit Jahren als vielversprechender Rohstoff gilt.
Ein wichtiger Hinweis zur Einordnung: Diese Forschung bezieht sich auf den Wirkstoff EPS selbst, wie er in Laborstudien isoliert und untersucht wurde – nicht auf eine versprochene Wirkung unserer fertigen Pflegeprodukte. Kosmetik kann und darf die Haut pflegen und unterstützen, sie ersetzt aber keine medizinische Behandlung. Bei anhaltenden Hautproblemen empfehlen wir immer den Rat einer Ärztin oder eines Arztes.
Warum wir auf die ganze Alge setzen – nicht nur auf Einzelstoffe
Die meisten Spirulina-Produkte am Markt verarbeiten die Alge getrocknet, gepresst oder als Extrakt. Dabei gehen viele der ursprünglichen Zellstrukturen – und mit ihnen auch ein Teil der Exopolysaccharide – verloren.
Unser Ansatz ist ein anderer: Wir verarbeiten die Spirulina frisch und bioaktiv, direkt aus unserer eigenen Kultivierung in Sachsen. So bleibt der natürliche Wirkstoffkomplex der Alge – inklusive der Exopolysaccharide – möglichst vollständig erhalten, statt ihn auf einzelne, isolierte Bestandteile zu reduzieren.
Kurz zusammengefasst
- EPS (Exopolysaccharide) sind natürliche Schutzstoffe, die Spirulina selbst produziert
- Sie sind Gegenstand aktueller wissenschaftlicher Forschung, unter anderem zu antioxidativen Eigenschaften
- In unserer Pflege stecken sie, weil wir die Alge frisch und vollständig verarbeiten – nicht als zugesetzten Einzelstoff
- Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Rohstoff sind kein Ersatz für eine medizinische Einschätzung bei Hautbeschwerden
Neugierig, wie sich das in unseren Produkten wiederfindet? In unserer Regenerierenden Intensivpflege mit Spirulina ist die bioaktive Alge samt ihrer natürlichen Exopolysaccharide enthalten.